• Daily Musings

    Arbeitsplatzerweiterung

    Sollte jemals jemand zu Besuch kommen, dem oder der ich vorher von meinem Hang zum Minimalismus erzählt habe, würde diese Person sich nach einem Blick auf meinen Schreibtisch belogen fühlen. Ich weiß nicht wie es kommt, aber der Schreibtisch wird immer größer und die Gerätschaften immer umfangreicher, während meine anderen Besitztümer auf das Notwendige zusammenschrumpfen. Gut, im Bereich Bücher ist es noch immer recht üppig, das wird sich wohl auch nicht ändern, da ich weniger auf dem Reader lese.

    Jedenfalls war es mal wieder erforderlich umzuräumen und nun hoffe ich, dass es für die nächste Zeit geht. Jedenfalls bin ich erst einmal zufrieden … aber auch erschöpft. Daher werde ich nun noch eben einen Brotaufstrich fürs morgige Frühstück schreddern und den Curryreis fürs Abendessen bereiten. Danach ist Feierabend.

  • Daily Musings

    Bunte Welt

    Seit ich wieder mehr unterwegs bin, wird meine Welt wieder bunter. Sicher zuviel kann, konnte ich, noch nie davon ab. Mein Bedürfnis nach Rückzug war schon immer recht stark, auch bin ich nun mal gerne alleine. Was nicht bedeutet, dass ich das Außen ablehne. Allerdings war es mir in den letzten Monaten oft genug vergällt und einige Zeit bin ich nicht einmal mehr einkaufen gegangen, sondern habe dieses Viktor überlassen. Doch auch wenn alles enger geworden ist, in dem sich ständig ändernden Regelwerk, will ich persönlich mich nicht mehr einengen lassen, sondern meinen Raum erweitern.

    Heute Morgen fand nun also das zweite Mal unsere Meditation für ein friedliches Miteinander statt. Viktor hat mitgemacht und meine Freundin Tatee, die in Südafrika lebt. Vielleicht werden wir ja noch mehr. Nächsten Freitag geht es weiter.

    Nun also Wochenende. Es wird ruhig und beschaulich und das ist ja auch fein. Habt es schön.

  • Bücher

    Bücher um den kritischen Geist wachzuhalten oder aufzuwecken

    Nein, es müssen nicht immer Sachbücher und langweilige Fakten sein, um den Blick auf das Geschehen in der Welt zu schärfen. Es gibt viele, sehr gute Romane und einige möchte ich hier vorstellen. Einfach so, ohne groß dazu zu schreiben.

    Durch den Zustrom der Flüchtlinge erlebte die Alpenrepublik einen extremen Rechtsruck. Nach einer Phase der Gewalt konnte sich eine Diktatur etablieren, die sich alle technischen Errungenschaften zur Überwachung ihrer Bürger zunutze macht. Es ist der Tag vor Matteas Hochzeit. Die ehemalige Soldatin erschießt im Rausch ihre Freundin und muss fliehen. Verdammt schwer in einem hochtechnologisierten Überwachungsstaat, zu dem Österreich geworden ist. Das stellt Mattea, die in diesem System aufgewachsen ist und zu den Regimetreuen gehört, vor große Schwierigkeiten. Der Zufall kommt ihr zu Hilfe: Sie wird mit einer untergetauchten Revolutionärin verwechselt und ausgerechnet die Widerstandsbewegung hilft ihr auf der Flucht. Matteas Weltbild gerät ins Wanken.

    Der beste Ökothriller seit Der SchwarmMillionen Menschen sind vom Tod bedroht. Das Klima-Prognoseprogramm »Prometheus« sagt eine epochale Dürre in der Äquatorregion voraus, dazu einen Dauermonsun in den gemäßigten Breiten. Während Europa in den Wasserfluten versinkt, versucht die junge Klimaforscherin Mavie Heller die Welt zu warnen. Doch mächtige Gegenspieler wollen um jeden Preis verhindern, dass die Wahrheit bekannt wird…Mavie Heller ist am Ziel ihrer Wünsche – sie hat einen Job am streng geheimen Klimainstitut IICO auf La Palma, wo man Klimadaten in bislang unbekanntem Ausmaß erhebt. Als Mavie sich das Prognoseprogramm genauer ansieht, fällt sie buchstäblich aus allen Wolken. Denn »Prometheus« liefert exakte Klimavorhersagen für praktisch jeden Ort der Erde – und sagt eine Katastrophe voraus. Die Prognose der Todesopfer: 400 bis 800 Millionen. Mavie wird ertappt und umgehend gefeuert; kurz darauf stirbt ihre Freundin, die Journalistin Helen, bei einem Unfall. Doch wer sollte ein Interesse an einer Geheimhaltung der »Prophezeiung« haben?Die Vorhersagen treffen präzise ein. Der Regen im Norden hört nicht auf, im Süden wird es Tag für Tag wärmer und trockener. Beseelt vom Wunsch, möglichst viele Menschen zu retten, trägt Mavie – mithilfe eines überheblichen Nobelpreisträgers sowie einer Gruppe radikaler »Ökoaktivisten« und Computerfreaks – die »Prophezeiung« in die Welt. Und zahlt dafür einen hohen Preis…

  • Daily Musings

    Gewaltfreie Kommunikation

    Was mir in den letzten 16 Monaten, genau genommen schon einige Zeit davor aufgefallen ist, ist die Verrohung in der Kommunikation. Es scheint nur noch unverrückbare Standpunkte zu geben und die werden mit Zähnen und Klauen verteidigt. Während es im Internet schon mal deutlich unter die Gürtellinie geht, ist es im persönlichen Gespräch eher so, dass die Aussagen des Gegenübers ins lächerliche gezogen werden oder eben die geistigen Fähigkeiten herabgewürdigt werden. Das betrifft nicht nur Pro oder Contra Maßnahmen, Pro oder Contra Impfen, sondern eben auch das korrekte gendern, die Haltung, die das Gegenüber zum Transthema zeigt und so weiter. Die Liste lässt sich endlos fortsetzen.

    In meinem Falle führte es dazu, dass ich im letzten Jahr recht ruhig geworden bin. Nicht, dass ich gar nichts mehr geschrieben habe, aber zu kontroversen Themen, habe ich lieber gar nichts gesagt. Doch stumm bleiben, aus der Angst heraus, verspottet zu werden und darauf wiederum unangemessen zu reagieren, ist auch keine Lösung. Also was ist zu tun? Ich kann und will die anderen nicht ändern. Liegt ja auch nicht in meiner Macht, ändern kann ich nur mich und dort muss ich anfangen.

    Daniele Ganser hat den Begriff der Menscheitsfamilie geprägt und nimmt ihn zur Grundlage für eine friedliches Miteinander. Er rät, bevor du auf eine Beleidigung, eine Provokation antwortest, mach dir bewusst, dass dein Gegenüber ebenfalls zur Menschheitsfamilie gehört und behandele ihn mit dem selben Respekt, den du dir wünscht.

    In diesem Sinne möchte ich es halten.

  • Daily Musings

    Sonntag

    Es ist mal wieder Sonntag. Das Wetter ist schön und doch hält sich meine Lust nach draußen zu gehen in Grenzen. Macht aber nichts, ich habe genug zu tun.

    Um noch einmal auf die Herzensmeditation zu kommen, die nun immer Freitags stattfinden soll. Letzten Freitag um 20:00 haben Viktor und ich uns auf die Matte begeben und meditiert. Es war sehr schön, allerdings sind wir uns einige dass die Uhrzeit nicht so richtig passt. Also werden wird es schön bei Freitag bleiben, aber doch eher am Vormittag stattfinden. Genaueres dazu in den nächsten Tagen.

    Wer meditiert soll auch gut essen und so habe ich gestern noch einen Pflaumenkuchen gebacken. Wieder sehr lecker und natürlich vegan. Mittlerweile ist letzteres Routine geworden, da muss ich gar nicht mehr lange überlegen.

    Ich wünsche Euch allen einen schönen Sonntag.

  • Meditation

    Auf die Matte, fertig los – Frieden

    Heute Abend um 20:00 werde ich mich auf die Meditationsmatte begeben und eine 20 minütige Herzensmeditation halten. Dieses werde ich nun jeden Freitag um 20:00 machen. Ich würde mich freuen, wenn sich einige anschließen würden. Ein jeder eine jede für sich in ihrem Raum.

    Hier findet sich eine Anleitung zur Herzensmeditation:

  • Daily Musings

    Jeden Morgen

    Jeden Morgen hüpfe ich voll motiviert aus dem Bett, schlüpfe in die Yogasachen, turne und meditiere, schreibe Tagebuch und voller Pläne. Dummerweise gehe ich dann an den Rechner, schau ein bisschen so, was in der Welt los ist und bin auf einmal entsetzlich müde und möchte es nur noch meiner Katze gleichtun.

    Seit Tagen schreibe ich nicht mehr, außer in den Blogs und ich schlafe schlechter und schlechter. Der Blick nach Außen macht nicht gerade Mut, leider und wenn ich mich denn noch darüber aufregen soll, dass Jeff Bezos auf Raumfahrt ist, fällt mir dazu nur ein: Schade nur, dass er Bill Gates nicht mitgenommen hat und wahrscheinlich wieder kommt.

    Ja, dass war nicht nett. Ehrlich gesagt, habe ich von nett sein auch gerade die Schnauze reichlich voll.

  • Daily Musings

    Göttliches Zeichen oder was?

    Gestern hat es mir die Datenbank dieses Blogs zerschossen und ich hatte dummerweise kein Backup gemacht. Dummerweise, war mein erster Gedanke, mein zweiter, vielleicht ist es auch gut so, weil ich so Raum für einen Neuanfang habe. Der dritte Gedanke dann, wenn nun noch was passiert, dann muss ich wohl akzeptieren das meine Blogtage vorbei sind.

    Ich blogge seit vielen Jahren und habe immer sehr offen über meine persönlichen Belange und mich auch in Sachen Politik sehr offen geäußert, doch noch nie habe ich mich derartig zurück genommen, wie in den letzten 16 Monaten. Teils aus Feigheit, teils aus Resignation und teils, weil ich einfach keine Worte fand oder einfach nicht die richtigen Worte fand.

    Zu Beginn der Maßnahmen, habe ich etwas gemacht auf das ich im Nachhinein nicht stolz bin, ich habe eine langjährige Blogfreundin auf Facebook geblockt, weil ich schlicht und einfach nicht mehr ertrug, wie sie alle, die die Richtigkeit der Maßnahmen anzweifelten, als Covidioten einordnete … denn damit schloss sie auch mich ein. Nochmal, ich habe nie und an keiner Stelle das Virus geleugnet, nur stand und stehe ich den Maßnahmen, den Abbau von Grundrechten und der Viruspropaganda kritisch gegenüber. Ich habe auch nichts dagegen, dass sich Menschen impfen lassen, wenn sie für sich entschieden haben, dass sie es für sie, aus welchem Grund auch immer, richtig ist. Doch ich möchte das Recht behalten, mich gegen eine Impfung zu entscheiden, wenn ich sie nicht für nötig halte, ohne dass ich Einschränkungen erfahre.

    Der Satz den ich in den letzten 16 Monaten gerne öfters gehört hätte ist: Ich weiß es nicht! Was auch im privatem Rahmen des öfteren vorkam, allerdings nicht im öffentlichen Raum, dort wusste jeder sofort, dass seine Position die richtige wäre. Alternativlos, war auf einmal nicht mehr nur ein Wort.

    So, dass musste einfach mal raus. Nun geht es hier weiter, allerdings offener und kritischer als bisher.

  • Meditation,  Rituale,  Spirituelle Praxis

    20 Minuten nix denken

    Nahezu jeden Morgen, nach dem Yoga, lasse ich mich auf meinem Meditationskissen nieder, schließe die Augen und beginne meine Atemzüge zu zählen. Jeweils bis 10, dann beginne ich von vorn. Ich atme, zähle und im Hintergrund rauschen meine Gedanken und wenn sie zu erst noch sehr präsent sind, werden sie mit jedem Atemzählen leiser und leiser und manchmal ist da dieser Augenblick, wo sie komplett ruhig sind. Das ist der Zustand den ich anstrebe, doch noch schaffe ich es nicht lange dort zu verweilen. Fürs erste bin ich froh über diese Momente und darüber, dass ich nicht mehr versucht bin, in dieser Zeit auf der Meditationsmatte, mich mit meinen Gedanken zu beschäftigen. Sondern ruhig weiter atme und denen die zu aufdringlich werden, freundlich sage: Nicht jetzt! Das ist nun, seit nahezu drei Jahren, meine Morgenroutine. Vorweg kommen so 20 – 30 Minuten Yoga. Die sind mir genau so wichtig, denn ohne die vorherige körperliche Dehnung, wäre es mir schwer möglich über diesen Zeitraum im Schneidersitz zu sitzen.

    Das ich morgens yogiere, meditiere und das eine oder andere OM blöke, ist nun wahrscheinlich nur für mich interessant, doch die Erkenntnis die ich in diesen Stille gewonnen habe, ist die eines inneren Friedens, dessen ich mir vorher nicht bewusst war und dieses Feld möchte ich ausdehnen und Interessierte einladen sich mir anzuschließen. Ab dem 23. Juli werde ich jeden Freitag um 20:00 Uhr eine Friedensmeditation machen und denke, besonders wenn sich einige andere anschließen, dass wir so ein Feld schaffen, das sich ausbreiten kann. Genaueres werde ich noch dazu schreiben.

  • Bücher,  Rezensionen

    Unter der Haut von Gunnar Kaiser

    New York 1969. Jonathan Rosen ein junger Literaturstudent streift mit seiner Kamera durch die Stadt, immer auf der Suche nach dem definitiven Mädchen. Als er glaubt es entdeckt zu haben, spricht ein älterer Mann die junge Frau an und die beiden gehen zusammen fort. Rosen folgt ihnen und begegnet so Josef Eisenstein, Dandy, Bücherliebhaber und Voyeur. Jonathan ist fasziniert und doch ist es ihm nicht möglich zu ergründen, wer dieser Mann ist. 1969 ist auch das Jahr, in dem gehäutete Mädchenleichen im Fluss auftauchen undNew York 1969. Jonathan Rosen ein junger Literaturstudent streift mit seiner Kamera durch die Stadt, immer auf der Suche nach dem definitiven Mädchen. Als er glaubt es entdeckt zu haben, spricht ein älterer Mann die junge Frau an und die beiden gehen zusammen fort. Rosen folgt ihnen und begegnet so Josef Eisenstein, Dandy, Bücherliebhaber und Voyeur. Jonathan ist fasziniert und doch ist es ihm nicht möglich zu ergründen, wer dieser Mann ist. 1969 ist auch das Jahr, in dem gehäutete Mädchenleichen im Fluss auftauchen und die Polizei ratlos ist … Jonathan Rosen hat so eine leise Ahnung, dass sein Mentor etwas damit zu tun haben könnte, weigert sich aber den Gedanken zu zulassen.

    Gunnar Kaisers Roman um einen bibliophilen Mörder hat mir drei schlaflose Nächte beschert. Es ist eines der Bücher, die man nicht aus der Hand legen kann, nachdem man erst einmal angefangen hat. Es ist auch eines der Bücher, die mit der letzten Seite nicht enden, denn es arbeitet nach. Gunnar Kaiser spannt einen Bogen vom Berlin der 30ziger Jahre bis nach Argentinien 1990. Dabei geht er nicht linear durch und lässt die Geschichte, die Geschichten, von unterschiedlichen Stimmen erzählen. An manchen Stellen sind die Brüche im Erzählstil so krass, dass man sich in einem Labyrinth glaubt, aber eines in dem man dem Erzähler gerne folgt.Kurz gesagt: Wunderbares Buch. Lesen! Alle sofort!