• Jahreskreis,  Litha

    Litha und Hochzeitstag

    Nun ist dieses verrückte Jahr auch schon wieder halbherum. Ich muss gestehen, dass ich Anfang der Woche so dachte, kaum dass es warm und sommerlich ist, werden die Tage schon wieder kürzer. Ich ging in eine Art Abschiedsmodus. Dabei ist es bei weitem nicht so, wie Philip Carr-Gomm bei Tea with a Druid erklärte. Erst einmal geht es vor hier aus in die Fülle. Die nächsten sechs Wochen, werden wir in Früchten, Gemüse und Kräutern schwelgen. Und diese Fülle und ihre Ernte wird dann zu Lughnasad, Mabon und Samhain gefeiert. Es ist also noch ein wenig hin bis zur dunklen Zeit. Wahrscheinlich war der lange Winter und das kalte Frühjahr Schuld, dass ich so verzagt war. Dieses Mal hat mir die Kälte und die unzulängliche Heizsituation sehr zugesetzt. Das wird ja hoffentlich bald ein Ende habe, so alles gut geht und ich zum Herbst umziehen kann.

    So lange genieße ich den Garten. Unser Vermieter ist ein kreativer und umtriebiger Mensch, mit äußerst geschickten Händen und hat uns einen Wellnessliegestuhl für den Garten gebaut. Ich bin total begeistert und kann mir ähnliches auch als Bett vorstellen. Natürlich mit gerader Liegefläche und zum Schaukeln.

    Heute haben wir auch Hochzeitstag und den werden wir im Bett verbringen. Nein, nicht wie ihr denkt, sondern einfach ausruhen, wir haben beiden Magen- und Darmprobleme und fühlen uns ein wenig matschig. Also einfach gesundwerden und grünen Tee trinken.

    Euch alles Gute

  • Beltane,  Daily Musings,  Jahreskreis

    Zeit der Veränderung

    Zur Zeit bin ich auf Veränderung gepolt. Allerdings drängt sich bei so einigem die Frage auf, ob es sich wirklich um Veränderung handelt oder ob es mehr ein Heimkommen ist. Das wird sich zeigen, auch wie tragfähig das Konzept ist. Und auch da drängt sich die Frage auf, gibt es eigentlich ein Konzept? Im Grunde nicht. Es ist ein vorantasten. Das letzte Jahr hat vieles ins Wanken gebracht, nicht nur bei mir, sondern allgemein.

    Zum Nachdenken hat mich, der oft geäußerte Wunsch nach einer Normalität vor Corona, gebracht. Denn es ist ja nicht so, dass es da perfekt war … noch nicht einmal gut. Nur hat das Ding mit C alles andere verdrängt. Aber mich interessiert auch weniger die Vergangenheit, sondern viel mehr die Gegenwart und die Zukunft. Welche gesellschaftlichen Veränderungen sind nötig, damit ein gutes Leben auf diesem Planeten möglich ist? Für was will ich eintreten? Wie viel Technik brauchen wir? Mir ist klar, dass ich nicht in der Lage bin gesamtgesellschaftliche Veränderungen herbeizuführen, ich kann also nur in meinem persönlichen Bereich das leben, was ich für richtig halte. Was ich in gewisser Weise auch bereits tue. Allerdings habe ich mich an einige Schritte nicht so richtig getraut, tue es noch nicht, wenn ich ehrlich bin. Und auch das ist ein Punkt. In diesem C-Jahr habe ich oft nicht frei geschrieben, was ich gedacht habe, sondern oft überlegt, was der oder die sagen würde. Etwas was ich all die Jahre, die ich nun blogge nicht habe. Das soll wieder anders werden. Dabei geht es gar nicht mal darum, dass ich extreme Ansichten vertrete, nur darum, dass ich vieles was in den letzten Monaten von politischer Seite kam, weder nützlich noch angemessen fand.

    Das Jahresrad dreht sich und am Dienstag ist bereits Beltane, jedenfalls wenn man nach dem lunaren Kalender geht. Das werde ich feiern. Wie genau weiß ich noch nicht, nur das.

    Ich wünsche allen ein schönes Wochenende.

  • Jahreskreis,  Spring Equinox,  Uncategorized

    Frühjahrs Equinox

    Heute ist also Frühjahrstag- und Nachtgleiche. Das muss natürlich gefeiert werden. Allerdings nicht wie sonst, mit einem Festessen, sondern mit einem Frühjahrsputz innen und außen. So habe ich bereits die Wohnung aufgehübscht, den Drinnenaltar neu gestaltet und auch für draußen einen gebaut.

    Ich mag dieses meditative vor mich hinpuscheln. Auf meinen Altären finden sich einige Sachen, die ich von Menschen, die mir nahestehen, die aber auf der Welt verteilt leben, geschenkt wurden. Wie the Witchdoctress aus Südafrika von meiner Freund Tatee aus Südafrika. Gerade dieser Tage denke ich viel an unsere Freund!nnen weit weg und bin auch ein wenig melancholisch. Ja sicher, wir haben Messengerdienst, wir Skypen und Mailen, aber die Möglichkeit einander zu sehen, ist eher gering. Hideo aus Japan sprach davon uns zu besuchen. Tatee auch. Doch ich will nicht jammern. Der Frühlingsbeginn ist ein Grund zur Freude. Alles wird wieder heller und freundlicher. Hoffentlich auch der Umgang untereinander. Der Umgangston hat doch recht stark gelitten, in diesem letzten, äußerst anstrengenden Jahr.

    Wie gesagt, hier wird es ein ruhiger Abend. Gleich werde ich einen kleinen Schwellengang machen, dann gibt es einen Becher Basenbrühe und danach sehen wir mal, wonach uns ist.

    Ich wünsche Euch einen guten Übergang.