Veröffentlichungen

Sagenhafte Geschichten – Was Sagen sind, bestimmen wir!

Klappentext:

Eine Sage entsteht dort, wo ein rätselhafter Vorgang die Aufmerksamkeit des Menschen erregt, mag dieser Vorfall sich in der Geschichte, in der Natur, im täglichen Leben abspielen. In schlichter Erzählung sucht die Sage die geheimnisvolle Begebenheit zu erklären. Die Sage soll in erster Linie erzieherisch wirken. „Ihr Wesen besteht darin“, so schreiben die Gebrüder Grimm, „dass sie Angst und Warnung mit gleichen Händen austeilt.“
Das wäre zu den klassischen Sagen zu sagen – dann aber gibt es noch so sagenhafte Geschichten, die sich weder den Märchen noch den Sagen zuordnen lassen, und die finden sich in diesem Buch.

Meine Beiträge zu diesem Buch sind:

Die Literamorphin

sowie die Übersetzungen:

Gretel und Hänsel von David Slattery

Der Duft der Blumen von Karon Alderman

Du bist raus! – 1 Novelle & 3 Kurzgeschichten von Karin Braun

Klappentext:

Du bist raus! – 1 Novelle & 3 Kurzgeschichten von Karin Braun

Klappentext:

Wie hatte es eigentlich angefangen? Wo war der Punkt, an dem sich alles veränderte? Ich kann es nicht mehr genau festmachen. War es der Tag, an dem ich das erste Mal über Nacht blieb? Nein, es begann früher. Vor ungefähr einem halben Jahr begann es, am ersten schönen Maitag des Jahres. Ich hatte bei IKEA gefrühstückt. Eigentlich nichts Ungewöhnliches, das Essen dort ist gut und billig. Außerdem sitzt man nett und kann Menschen sehen, ohne sich unterhalten zu müssen. Ich hasse es, mich unterhalten zu müssen. Also, ich hatte gefrühstückt, und als ich das Geschäft verlies, sah ich in der Gartenausstellung diesen Stuhl. Ein Stahlrohrgestell, an dem sich eine Art Netz als Sitzfläche und Lehne spannte. Um es gleich zu sagen: Ich interessiere mich nicht für Möbel! Mein Zimmer ist klein, ich wohne möbliert, und bin ohne unnötigen Schnickschnack eingerichtet. Aber dieser Stuhl sprach mich an. Wahrscheinlich war es seine ungewöhnliche Form, jedenfalls setzte ich mich hinein und fand es wundervoll. Herrlich bequem. Durch die Federung und die Nachgiebigkeit von Sitzfläche und Lehne passte er sich jeder Bewegung an. Hatte ich wirklich nicht vermutet, so merkwürdig wie der aussah. Dazu noch die Sonne und das Treiben auf dem Parkplatz. Es war so angenehm, dass ich bald eine halbe Stunde dort sitzen blieb. Dann ging ich nach Hause und selbst dort ging mir der Stuhl nicht mehr aus dem Kopf. Zwei Tage später besuchte ich das Geschäft erneut, und wieder setzte ich mich nach dem Frühstück in die Sonne in dieses wunderbare Sitzmöbel. Diesmal hatte ich mir sogar eine Zeitung mitgebracht und blieb fast zwei Stunden dort. So ging es einige Wochen. (aus „Lebst du noch oder wohnst du nur?)

Rezension im Folkmagazin:

Karin Braun: Du bist raus

Karin Braun ist im FM keine Unbekannte –, als Rezensentin stellt sie in jeder Ausgabe neue CDs und vor allem Literatur vor, und nun können wir im Gegenzug ein Buch der Autorin Karin Braun vorstellen. „Du bist raus!“, dieser verheißungsvolle Titel gilt für eine lange und drei kurze Geschichten gleichermaßen, alle Personen sind auf irgendeine Weise „raus“, stehen am Rand dessen, was gerade als normal und angepasst gilt.

Martin, der Held der langen Geschichte, ist ein Außenseiter, lebt allein, würde am liebsten das Haus nicht verlassen und hat seine bestimmte Meinung zu absolut allem. Aber er haust in einer Bruchbude, deshalb muss er „raus“, und da er kein Geld hat, geht er zu IKEA. Da sitzt er dann lange bei seinem Kaffee, mitten in der Menschenmenge und doch unbemerkt. Ist es ein Wunder, dass es bei IKEA gemütlicher findet als bei sich zu Hause? Und dass er, weil wirklich niemand darauf achtet, was passiert, schließlich dort übernachtet? Dabei wird er natürlich erwischt, doch es kommt keine Anzeige, nein, Martin wird angeboten, dort ganz offiziell zu wohnen.

Wenn die Leute sehen, wie wohl sich jemand in den IKEA-Artikeln fühlt, kaufen sie noch mal so viel, das hat die Marketingabteilung ermittelt, und Martin, der (scheinbar) absolute Durchschnittsmann, ist genau der Richtige für diesen Job. Denken sie. Aber kann das gutgehen? Das wird hier nicht verraten, was dann passiert, steht in der langen satirischen Novelle „Lebst du noch oder wohnst du nur?“ Danach sind wir gespannt, wer uns in den drei kurzen Geschichten begegnet. Hier also kurz etwas über deren Hauptpersonen: Der Zahlenmann, dem vielleicht doch die Zahlen nicht zum Glücklichsein reichen.

Die alte Frau, die den jungen Schnösel von der Immobilienfirma auf althergebrachte Weise zur Verantwortung zieht. Und die Frau, die allein in einem alten Bauernhaus lebt, mit ihren Katzen Platt spricht und sich endlich einem Kind anvertraut. Neugierig geworden? Das müssen Sie wirklich lesen!

Karin Braun: Du bist raus, 182 S., Epubli, 8,99 ISBN 978-3753160108.  (GH)


Es war einmal und ist noch immer – Märchenhafte Geschichten

Herausgeberinnen: Karin Braun und Gabriele Haefs

Klappentext:

Nimm einen Greis, der sanft entschlief, ein junges Ding, das man vom Felsen stieß, einen Geiger, der den letzten Ton nicht traf und einen König, den man der Eisernen Jungfrau gab. Nimm sie und zähl‘ die Jahre, die sie lebten. Zieh sie von heute ab. Und zähle weiter fort, damit die Geschichte beginnt.

Aus „Anan und das Bild vom Seepferdchen“ von Michael Habel

Meine Beitrage:

Der Zahlenmann – Kurzgeschichte

Ness Owen – Die Blumenfrau (Übersetzung)

Joanna Sterling – Lady Alice Geheimnis (Übersetzung)